Sehr geehrter Herr Landrat Berthaler,

da wir auf unsere Mail vom 22.12.2016 und die offenen Fragen noch keinerlei Reaktion aus dem Landratsamt erhalten haben, wollten wir uns erkundigen, ob Sie unsere Mail eventuell nicht bekommen haben – vielleicht war über die Feiertage aber auch nur zu viel los. Sicherheitshalber haben wir unsere Mail vom 22.12. nochmals als Anhang beigefügt.

Über 80% der Besucher unserer inzwischen stark frequentierten Homepage klicken auf „Offenen Fragen an den Landrat“. Dies zeigt, dass die Bürger Ihres Landkreises eine Antwort von Ihrem Landrat erwarten.

Unser Verein hat am 9. Januar in Stephanskirchen seine erste Bürgerinformationsveranstaltung abgehalten, mit überwältigender Resonanz. Weitere werden in Kürze folgen. In 4 anderen betroffenen Gemeinden werden bzw. wurden mit unserer Unterstützung ebenfalls gerade Bürgerinitiativen oder Vereine gegründet.

Es wurde auch am vergangenen Montag Abend aus dem Publikum nach Ihrer Reaktion gefragt. Zusätzlich wurden zwei weitere Fragen an uns gerichtet, die ich hiermit an Sie weiterleite:

  1. Was tun Sie als Landrat, um zu kontrollieren, ob die Bahn tatsächlich Ihre am 8.12. im OVB veröffentlichte Forderung erfüllt, den Planungsprozess bis zu Herrn Verkehrsminister Dobrindts Besuch in Rosenheim zu unterbrechen?
  2. Welche konkreten Schritte werden Sie unternehmen, wenn sich die Bahn nicht daran hält?

In einem Interview mit Südtirol NEWS vom 9.12.2016 äußerte Herr Torsten Gruber:

„Die Mitteilung wird zwar zur Kenntnis genommen und intern diskutiert, doch auf Eis gelegt werden die Pläne vorerst einmal nicht. Wir werden weiterhin die vielen geplanten Termine vor Ort wahrnehmen und unsere Planung fortsetzen.“

Wie wir erfahren haben, hat die Bahn zwischenzeitlich tatsächlich zu einem weiteren Treffen eingeladen. Ist dies der vertrauensvolle, partnerschaftliche und transparente Umgang mit den betroffenen Gemeinden, wie die Bahn selbst immer behauptet? Auf uns wirkt das eher wie offenkundige Ignoranz des politischen Willens unserer politischen Vertreter in den Gemeinden und im Bundestag.

Die Besorgnis der Bevölkerung im Inntal und im Rosenheimer Land, dass die Bahn hier so schnell wie möglich vollendete Tatsachen schaffen will, ist also durchaus nachvollziehbar.

Gerne präsentieren wir den Bürgern auf unserer Homepage und den kommenden Infoveranstaltungen Ihre Reaktion. Ich sehe Ihrer Antwort mit großem Interesse entgegen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

für den Vorstand
Thomas Riedrich