Schützt unsere Heimat!

Brennerdialog Rosenheimer Land e. V.

in Kooperation mit:

Bürgerforum Inntal, Neubeuern
Bürgerinitiative Nußdorf
Bürgerinitiative Prutting
Bürgerinitiative brenna tuats, Riedering
Bürgerinitiative Rohrdorf
BUND Naturschutz, Kreisgruppe Rosenheim
Inntalgemeinschaft e.V., Brannenburg

Einladung zur Podiumsdiskussion

Teilnehmer

  • MdL Otto Lederer, CSU
  • Abuzar Erdogan, Bundestagskandidat SPD
  • Michael Linnerer, Bundestagskandidat FDP
  • Korbinian Gall, Bundestagskandidat Bündnis90 / Grüne
  • Mary Fischer, Bundestagskandidatin Freie Wähler

Moderation
Florian Schrei
Journalist, Moderator im Bayerischen Rundfunk

 

Bürgerinitiativen diskutieren mit MdB Daniela Ludwig über Brenner-Nordzulauf

Am Mittwoch, den 2. August trafen sich die Vorstände von Bürgerinitiativen aus beiden Planungsräumen mit MdB Daniela Ludwig zu einem konstruktiven Gespräch über die Planungen zum Brenner-Nordzulauf. Trotz Wahlkampf und tropischer Temperaturen entbrannte keine hitzige Debatte, sondern das Gespräch blieb zu jeder Zeit sehr sachlich und lösungsorientiert.

Anfangs wurden die jeweiligen Positionen dargelegt und schnell zeigte sich, dass man in vielen Punkten mit Frau Ludwig auf einer gemeinsamen Linie lag. Die augenblickliche Situation eskaliere zusehends und der von der Bahn unverändert durchgeführte Planungsdialog drohe zu scheitern. Allen Gesprächsteilnehmern war es wichtig, zu mehr Einigkeit und Geschlossenheit in der Region zu kommen. Wenn es die Gemeinden nicht schafften, wieder sachlich miteinander zu diskutieren und mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen, würden alle zu Verlieren und dem Landkreis drohe immenser Schaden.

Einig war man sich auch darin, wie das Projekt erfolgreich weitergeführt werden könne. Der von Bundesverkehrsminister Dobrindt versprochene Neuanfang müsse nun endlich umgesetzt werden. Keinesfalls würde ein bloßes Ausweiten des bestehenden Planungsdialoges vom gemeinsamen auf den erweiterten Planungsraum akzeptiert werden, da hier die Grundvoraussetzungen völlig andere seien.

Frau Ludwig sagte zu, den politischen Druck auf die Projektverantwortlichen der Bahn zu erhöhen und diese unmissverständlich aufzufordern, die offenen Punkte ihrer Resolution umzusetzen. Für den Neuanfang bilde diese Resolution, die von einer sehr breiten Mehrheit der Bürgermeister unterschrieben wurde, die unabdingbare Basis. Eine Frage nach dem Bedarf und die Diskussion um das „ob“ müsse natürlich möglich sein.

Besonderes Augenmerk müsse neben der Einteilung der Regionalforen auf die unabhängige und neutrale Arbeit des Moderatorenteams, sowie die neu festzulegende Geschäftsordnung gelegt werden.

Man vereinbarte, eng in Kontakt zu bleiben, um die weitere Vorgehensweise gemeinsam abzustimmen.

Prutting nun auch mit eigener Bürgerinitiaitive

Über 200 Bürger versammelten sich am 10. Februar 2017 im Dorfstadl Prutting zur Informationsverantsaltung des SPD-Ortsvereins zum Thema „Brenner Nordzulauf“.

Über 200 Bürger versammelten sich am 10. Februar 2017  im Dorfstadl Prutting zur Informationsverantsaltung des SPD-Ortsvereins zum Thema „Brenner Nordzulauf“.

Nach einer kurzen Einleitung durch Pruttings Altbürgermeister Quirin Meisinger informierte Herr Thomas Riedrich, Vorstand der Stephanskirchener Initiative „Brennerdialog Rosenheimer Land e.V.“ umfassend und sehr eindrücklich über die Planungen der DB Netz AG zum Brenner-Nordzulauf und welche Auswirkungen diese auf den Landkreis hätten.

Durchaus kontrovers wurde mit Pruttings Bürgermeister Hans Loy über mögliche Überlegungen der Bahn, die noch weit über die bekannt gewordenen Korridorstudien hinausgehen könnten, zur Weiterführung der Trassen in Richtung Mühldorf auf der Ostseite des Inns über Prutting, Vogtareuth und Wasserburg diskutiert. Im Anschluss daran nutzten der 2. Bürgermeister von Stephanskirchen, Karl Mair, so wie der Bürgermeister von Vogtareuth, Rudolf Leitmanstätter, die Gelegenheit die Einschätzung der Situation aus Sicht ihrer jeweiligen Gemeinden darzustellen und auch, über den aktuellen Stand der Gespräche im Landratsamt zu berichten.

Auf die anschließenden Stellungnahmen des Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und der Sprecherin der Schutzgemeinschaft Höfstätter See Teresa Pöller, folgten ein lebhafter Gedankenaustausch und die konkrete Formulierung des Wunsches, auch in Prutting eine eigene Bürgerinitiative gründen zu wollen. Rund 50 Anwesende bekundeten spontan ihr Interesse an aktiver Mitarbeit und den Schutz der Gemeinde in die eigenen Hände zu nehmen.

Voller Erfolg für neue Bürgerinitiative Rohrdorf

„Gründer der Bürgerinitiative + Bürgermeister Praxl“. Von links nach rechts: Christian Praxl, Bürgermeister, Thomas Albrecht, Johann Reck, Dr. Irmgard Tiefenthaler, Johannes Schiffer, Theresa Albrecht, Thomas Batt, Dr. Gerd Hartlieb, Dr. Josef Krapf, Jakob Opperer, Dr. Walter Müller
© Bürgerinitiative Rohrdorf

Brenner-Nordzulauf

Rohrdorf – Über 600 Bürger versammelten sich am 8. Februar 2017 zur Veranstaltung zum Thema „Brenner Nordzulauf“ der Gemeinde Rohrdorf. Rund 400 Bürger traten sofort der neuen Rohrdorfer Bürgerinitiative bei und signalisierten volle Unterstützung.

Nach der Vorstellung durch Bürgermeister Praxl informierte Herr Riedrich, Vorstand der Stephanskirchener Initiative „Brennerdialog Rosenheimer Land e.V.“ über den aktuellen Stand der Planungen zum „Brenner Nordzulauf“ und den weiteren geplanten Korridoren. Danach stellte sich die neu gegründete Rohrdorfer Bürgerinitiative „BI Bürgerinteressen Rohrdorf “ vor.

Zum Hintergrund:

Grund für die Bildung der neuen Bürgerinitiative mit der Bezeichnung „Bürgerinteressen Rohrdorf – keine neuen Bahntrassen auf dem Gemeindegebiet“ sind die Planungen der DB Netz AG, die ausgehend vom Neubau des Brenner-Basistunnels, neue und zusätzliche Trassen für den Güterfernverkehr im Nord-Süd sowie Ost-West-Verkehr auch im östlichen Inntal vorsehen.

Die Bürgerinitiative befürwortet grundsätzliche Überlegungen der Verkehrsverlagerung auf die Schiene, lehnt aber die derzeitigen Planungen, die neue Trassen im Gemeindegebiet Rohrdorf vorsehen, grundsätzlich ab.

Die BI ist der Auffassung, dass

  • die Informationspolitik der DB Netz AG und der weiteren an der Planung Beteiligten intransparent ist und den Grundsätzen einer angemessenen Beteiligung der Betroffenen nicht entspricht
  • neue Trassen nicht notwendig für die Abwicklung des zukünftigen Bedarfes sind
  • damit insbesondere die angedachten neuen Trassen im Gemeindegebiet eine Verschwendung von Steuergeld darstellen
  • diese Trassen sensible Ökosysteme wie die „Rohrdorfer Filzen“ zerstören und einen enormen Flächenverbrauch darstellen
  • die Rohrdorfer Bürger mit der bestehenden und im Ausbau befindlichen Autobahn A8 bereits heute einen großen Beitrag für die überregionale Infrastruktur leisten.
  • diese neuen Strecken den Bürgern der Gemeinde Rohrdorf nur Nachteile und keinerlei Vorteile bieten

Gemeinde und Bürgerinitiative werden auch in Zukunft Hand in Hand die Interessen der Rohrdorfer Bevölkerung vertreten.

Am Montag, 6. März 2017 wird eine Demonstration stattfinden, beginnend 12.00 Uhr am Max-Josefs-Platz in Rosenheim, bei deren Ende nach einem Marsch zum Landratsamt Rosenheim, Bundesverkehrsminister Dobrindt die bereits gesammelten Unterschriftslisten übergeben werden.

Die Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative (siehe PDF anbei „BI Gründung Original“) sind Fachleute aus den verschiedensten Berufsgruppen, die alle zum Thema viel beitragen können.

Pressemitteilung Bürgerinitiative Rohrdorf

Bürgerinformationsabend in Rohrdorf voller Erfolg

Foto: Brennerdialog Rosenheimer Land e. V.

Am Mittwoch, den 8. Februar fand auf Einladung von Rohrdorfs Bürgermeister Christian Praxl in der Sporthalle am Turner Hölzl eine Informationsveranstaltung zum Brenner-Nordzulauf statt.

Gekommen waren rund 600 Rohrdorfer Bürger und Interessierte Zuhörer. Thomas Riedrich informierte in einem rund einstündigem Vortrag über die Hintergründe des Brennerkorridors, den bisherigen Planungsverlauf und die Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinden. Er erläuterte, warum man berechtigte Zweifel an den vorgelegten Berechnungen des Bundesverkehrsministers zum erwarteten Bedarf für ein 3. und 4. Gleis habe und forderte die Anwesenden auf, sich in ihrer Bürgerinitiative zu engagieren. So konnte die frisch gegründete Rohrdorfer Bürgerinitiative noch am gleichen Abend 355 Neumitglieder begrüßen und stapelweise ausgefüllte Unterschriftslisten in Empfang nehmen. Das ist ein toller Erfolg und es motiviert uns unglaublich, wenn wir von wildfremden Menschen plötzlich materielle und finanzielle Hilfe angeboten bekommen – ein herzliches Dankeschön dafür! Es freut uns sehr, dass das, was als kleiner Widerstand in einzelnen Gemeinden begann, nun aus der Mitte unserer Bevölkerung heraus zu einer richtig große Bewegung heranwächst! Wir sagen: „Hut ab & einen herzlichen Glückwunsch nach Rohrdorf!“

Brenner-Nordzulauf: „Der Widerstand in der Region wächst“

Bürgerforum Inntal ist gegen die Pläne zum Ausbau

Neubeuern – Kein regionalpolitisches Thema elektrisiert derzeit die Menschen im Inntal und darüber hinaus wie die geplanten neuen Bahngleise durch das Inntal. Das Bürgerforum Inntal hat nun einen offenen Brief an unsere Redaktion geschickt, den wir im Folgenden veröffentlichen:

Der Artikel des Bürgerforum Inntal im Wortlaut:

„Bange Fragen werden gestellt: „Sind wir von den neuen Bahngleisen persönlich betroffen? In wieweit ist unsere Gemeinde tangiert? Wird das Inntal insgesamt und generationenübergreifend entwertet? Wird unsere unmittelbare Heimat nachhaltig und in unverantwortlicher Weise beschädigt? Ist hier ein unzumutbarer Eingriff in unseren Lebensraum geplant? Besteht überhaupt die Notwendigkeit zu neuen Gleisen durch das Inntal?“

Die Inntalgemeinschaft e.V. mit Sitz in Brannenburg, die im Regionalforum der Bahn vertreten ist, kommt zu dem Schluss: „Was auch immer im Inntal letztlich durchgesetzt wird: Es beeinflusst das ganze Tal und seine Anwohner“. Die Verwirklichung des geplanten viergleisigen und bis zu 2 km langen Großbauprojekts „Verknüpfungsstelle“ im Raum Flintsbach bis Raubling wäre danach „…das Ende des Inntals als Landschaftsschutzgebiet und seiner Erholungs- und Kulturlandschaft.“

“ (www.alpennet.com/inntalgemeinschaft, 30.12.2016)

Worum geht es konkret? Eckpunkte dieses europäischen Bahnprojekts im Inntal:

Kapazitätserhöhung auf 400 Züge täglich; Neubau zweier zusätzlicher Gleise; zusätzlich zwei weitere Gleise für die Abzweigung in Richtung Salzburg bei Nußdorf/Neubeuern; „Verknüpfungsstelle“ für Zugüberholungen, für Streckenwechsel u. für Zug-Abstellmöglichkeit; auf Neubaustrecke kein Personenverkehr, lediglich Rosenheim reklamiert eine Anbindung; ca. 80 % werden gesamteuropäischer Güterverkehr sein (bis zu 750 m lange Güterzüge); keine Gültigkeit der deutschen Lärmschutzkriterien für ausländische Züge (Auskunft DB);

Weshalb müssen die Bewohner des bayerischen Inntals für die Bahnpläne „bluten“?

Die Bahn sucht den für die Realisierung kostengünstigsten Weg. So erklärte am 20.01.2017 der deutsche Bahn-Projektleiter, eine Abzweigung in Richtung Salzburg auf österreichischem Gebiet, etwa bei Erl, komme aus Kostengründen nicht infrage. (!)

Fragen an Frau Daniela Ludwig, MdB

Frau Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig benennt in ihrem Gastkommentar für das OVB v. 04.01.2017 Forderungen an die Bahnplaner, die auf den ersten Blick durchaus positiv klingen. Die DB Netz AG „sollte nur Korridore weiterverfolgen, die auch finanziell realisierbar sind.“ Sehr bedenklich stimmt allerdings, dass für Frau Ludwig heute die Finanzierbarkeit die oberste Maxime darstellt, der sich auch der Schutz des Inntals und seiner Bewohner unterzuordnen hätte.

Einem besorgten Bürger antwortete sie dementsprechend am 19.01.2017 u.a.: „…sind wir uns durchaus einig, dass eine, wie Sie schreiben, „Billiglösung“ nicht angemessen ist. Dennoch bin ich auch der Ansicht, dass es nichts mit seriöser Planung zu tun hat, die Kosten vollkommen auszublenden und damit letztlich realistisch nicht umsetzbare Planungen zu verfolgen.“ Der Adressat hatte in seinem Schreiben an Frau Ludwig gefordert, der Schutz des Inntals und seiner Bewohner müsse hier oberste Priorität haben, nicht aber die Frage der Finanzierung.

Deshalb bitte ich Frau Ludwig um die Beantwortung folgender Fragen:

2011 erklärten Sie vehement, dass neue oberirdische Bahntrassen im Inntal keinen Platz haben, dass im Inntal nur Tunnellösungen akzeptabel sind. Gleichzeitig kritisierten Sie den Vorschlag des damaligen Verkehrsministers, die Zulaufstrecke zwischen Grafing und München zu untertunneln, das Inntal aber nicht.
In Tirol sind ca. 80 Prozent der fertiggestellten Brennerbasiszulaufstrecke untertunnelt, das sind ca. 34 Kilometer. Auf italienischer Seite werden etwa 150 km der Zulaufstrecke untertunnelt (Spiegel 36/2016). Wissen Sie von beiden Zahlen und bedenken diese?

Bedenken Sie, dass dagegen die Strecke Kiefersfelden – Raubling nur ca. 20 km lang ist, die bis Rosenheim ca. 30 km beträgt und eine komplette Tunnellösung im engen bayerischen Inntal vergleichsweise lächerlich kurz wäre?

Haben Sie mit Ihrem Hinweis auf die Finanzierbarkeit als oberster Priorität bedacht, dass Deutschland das mit Abstand wirtschaftsstärkste Land in Europa ist?

Bedenken Sie, dass EU-Gelder für dieses europäische Projekt Brennerbasistunnel samt dessen südlich und nördlich angrenzenden Zulaufstrecken zur Verfügung stehen?

Kennen Sie die Aussage von Herrn Michael-Ernst Schmidt, DB-Kommunikation/Großprojekte, dass hinsichtlich einer Untertunnelung technisch jede Lösung machbar sei? Wissen Sie, dass auf der Zulaufstrecke in Tirol stellenweise mehrere Stockwerke tief untertunnelt wurde?
Ist Ihnen die Kostenfrage bei diesem Mehrgenerationen-Projekt wichtiger als der Erhalt des Inntals und seiner Lebensqualität? Müssen ausgerechnet Sie als „unsere“ derzeitige Vertreterin im Deutschen Bundestag schon jetzt auf die Kostenfrage mahnend hinweisen?

Bedenken Sie, dass meterhohe Lärmschutzwände den Schall – erst recht durch den „Erler Wind“ – nach oben treiben und dieser dann je nach Windrichtung wieder zu Boden fällt?

Bedenken Sie, dass neue oberirdische Gleise und deren Lärmschutzwände das touristisch geprägte Inntal optisch verschandeln, landschaftlich wertvollste Flächen und ganze Orte zerschneiden und viele Landwirte extrem betrifft?

Warum fordern Sie in Ihrem Gastkommentar nicht mehr, die Bahn solle sich vorrangig an der Bestandstrecke und den Vorgaben des Bundesverkehrswegeplanes orientieren, wie Sie es noch im September 2016 getan haben? Sie haben 2016 von „geradezu surrealen Planungen“ der Bahn gesprochen.
Sehen Sie die nachfolgend in I – V genannten Kritikpunkte als gerechtfertigt an?

Können Sie die Ziele des „Bürgerforum Inntal“ uneingeschränkt unterstützen?
– die Einhaltung des Bundesverkehrswegeplanes 2030;
– die Ertüchtigung der Bestandstrecke;
– die streckenweise Untertunnelung der Bestandstrecke in Siedlungsbereichen, wenn betroffene Gemeinden dies wünschen;
– eine Neubaustrecke nur dann zu bauen, wenn bisher fehlende, objektiv hieb- und stichfeste Analysen/Prognosen eines Tages dazu Anlass geben.
– diese Neubau-Strecke im Inntal entlang der Autobahn komplett zu untertunneln, weil dort und auf diese Weise die Belastung für das gesamte Tal am geringsten ist und das „St. Floriansprinzip“ auf diese Weise am ehesten ausgeschaltet werden kann;

Werden neue Gleise durch das Inntal überhaupt gebraucht?

Die oberste gesetzliche Grundlage für die Planungen der Bahn ist der Bundesverkehrswegeplan 2030, in dem der Ausbau im vordringlichen Bedarf eingestuft ist.

Die einzige, jetzt vorgestellte Korridor-Variante, die dieser Streckenführung entspricht, ist der (blau gezeichnete) Nord-West-Korridor. Alle anderen, jetzt von der Bahn vorgestellten Korridore sind in den BVWP nicht aufgenommen. Der BVWP 2030 sieht eine Neubau-strecke in Richtung Kufstein erst ab Brannenburg vor!

Es bestehen erhebliche, wachsende und sehr begründete Zweifel an den von der Politik und von der Bahn vorgelegten Zahlen zur Notwendigkeit einer neuen Bahnstrecke. Denn es gibt keine Kostenermittlung und damit auch keinen, sonst im Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) zwingend vorgeschriebenen Nutzen-Kosten-Faktor. Es wird bei diesem, jetzt vorgestellten Projekt schlicht behauptet, an einem – nicht näher genannten – Tag X benötige man eine Streckenkapazität von täglich 400 Zügen. Diese Behauptung entbehrt jeder belastbaren Grundlage. Der Projektleiter der DB antwortete in Nußdorf, als ihm dies vorgehalten wurde, mit einer Aufforderung: „Fragen Sie die Politik!“

Im Vorwort des BVWP 2030 heißt es:“ Die im neuen BVWP bewerteten Vorhaben wurden einer Nutzen-Kosten-Analyse unterzogen und zusätzlich umwelt- und naturschutzfachlich, raumordnerisch und städtebaulich beurteilt. Auf dieser Basis wurden sie in verschiedene Dringlichkeitskategorien eingruppiert.“ Das alles ist bei diesem Projekt, erst recht bei dem Korridor-Paket der Bahn, nicht der Fall.

Das bisherige Vorgehen der Bahn, auch die Äußerungen ihrer Projektleiter, nähren das Misstrauen in der Bevölkerung,

weil ihr taktisches Vorgehen von Beginn an ein ein einheitliches Diskussionsforum aller betroffenen Gemeinden im gesamten Inntal und im Rosenheimer Land verhinderte und Gemeinden wie Stephanskirchen oder Rohrdorf bisher aussperrte;
weil sie zur Offenlegung ihrer Korridorpläne zum jetzigen Zeitpunkt erst gezwungen werden mussten;
weil der zuständige Projektleiter in der Bürgerversammlung in Nußdorf sogar der einfachen Frage auswich, ob er persönlich an einer solchen Bahnstrecke wohnen wolle;

weil sogar am bisherigen Planungsprozess Beteiligte das Projekt insgesamt sowie die Absichten und das bisherige Vorgehen der Bahn zunehmend kritisch hinterfragen. Eine sehr deutliche Kritik kommt z.B. von der Inntalgemeinschaft e.V.,Mitglied im Regionalforum.

weil Äußerungen von Politikern, die schon jetzt auf die Kostenfrage (Verhinderung einer großzügigen Untertunnelung als Ziel?) hinweisen, zusätzliches Misstrauen schüren.

Gebündelter Widerstand ist nötig; Einladung zur Mitgliedschaft im Bürgerforum Inntal.

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Wir verhindern die Zerstörung unserer Heimat nur, wenn wir das als Interessengemeinschaft organisiert tun. Das Bürgerforum Inntal bietet dies allen InntalbewohnerInnen an. Es ist in seinen Zielen überparteilich und im Vorstand überörtlich ausgerichtet und hat die Eintragung als gemeinnütziger Verein beantragt. Es ist grundsätzlich dafür, umweltbelastenden Güterverkehr auf der Schiene zu transportieren. Der Bedarf für diese Verlagerung muss aber zwingend stichhaltig nachgewiesen sein und dies muss uneingeschränkt und zuerst menschen- und umweltverträglich geschehen.
Nur, wenn wir zahlenmäßig stark sind, können wir unsere Interessen gebührend vertreten.

Zu dem geringen Jahresbeitrag von 10.– € können Sie Mitglied werden. Junge Leute unter 16 Jahren sind beitragsfrei. Diskutieren Sie mit uns und vertreten Sie mit uns unsere gemeinsamen Interessen!

Schützen wir für unsere Kinder und für die nachfolgenden Generationen unsere schöne Heimat!“

Dieter Dimmling, info@buergerforum-inntal.de

Quelle: https://www.rosenheim24.de/rosenheim/inntal/neubeuern-ort45221/neubeuern-buergerforum-inntal-gegen-plaene-ausbau-wegen-brenner-nordzulaufs-7368875.html

Erfolgreiche Bürgerinformation in Riedering

Foto: Brennerdialog Rosenheimer Land e. V.

Erfolgreiche Bürgerinformation in Riedering

Gestern Abend konnten wir auf der Bürgerinformation in Riedering wieder einige neue Mitglieder für unseren Verein hinzugewinnen, obwohl die Veranstaltung im Alten Wirt der Gründung einer eigenen Bürgerinitiative für Riedering galt. Der Ansturm und die Bereitschaft der Riederiger zur Unterstützung waren so groß, dass am Ende die ausgelegten Mitgliedsanträge nicht mehr ausreichten!

Wir sagen „Herzlich Willkommen“, schön, dass Ihr uns zum Schutz unserer Heimat unterstützt!

Ansprechpartner der Ortsinitiativen

Aschau

Bürgermeister Peter Solnar
Peter.Solnar@aschau.de

Brannenburg

Matthias Jokisch
matthias.jokisch@brannenburg.de

Neubeuern

Peter Margraf
Margraf.Peter@web.de

Arnulf Stangelmayer sen.
stangelmayer.sen@stangelmayer.com

Dieter Dimmling
disidi@t-online.de

Kolbermoor

Bürgermeister Peter Kloo
pkloo@kolbermoor.de

Nußdorf

Sepp Reisinger
info@solar-reisinger.de

Oberaudorf

Bürgermeister Hubert Wildgruber
buergermeister@oberaudorf.de

Riedering

Bürgermeister Josef Häusler
bgm@riedering.de

Rohrdorf

Martin Fischbacher
fischbacher@kutro.de

Maria Haimmerer
mh.haimmerer@gmx.de

Samerberg

Bürgermeister Georg Huber
georg.huber@samerberg.de

Gemeinderat Karl Leistner
kl@leistner.org

Stephanskirchen

Thomas Riedrich
vorstand@brennerdialog.de

Tuntenhausen

Bürgermeister Georg Weigl
Georg.Weigl@tuntenhausen.de

Vogtareuth

Bürgermeister Rudolf Leitmanstetter
rudolfleitmannstetter@vogtareuth.de

Brennerdialog
Rosenheimer Land e. V.

Sitz
Stephanskirchen

Registergericht
Amtsgericht Traunstein

Registernummer
VR 201755

Kontakt

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Kuglmoosstraße 3a 83071 Stephanskirchen vorstand@brennerdialog.de www.brennerdialog.de

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1. Vorstand

1. Vorstand Thomas Riedrich

 

2. Vorstand

2. Vorstand Josef Grundner

Kassenwart

Kassenwart Dr. Bernhard Warkentin

Thomas Riedrich

Josef Grundner

Dr. Bernhard Warkentin

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Thomas Riedrich
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