Berennerdialog Rosenheimer Land e.V.

Bestand Modernisieren, statt Umwelt zerstören

Wir fordern den Ausbau der bestehenden Bahnstrecke von Rosenheim nach Kufstein anstelle des Baus einer neuen Strecke

Bericht Bundesweiter Aktionstag „Bürgerbahn statt Größenwahn“ am 02. März 2024 – auch in Rosenheim

Schneller – Billiger – Nachhaltiger, das ist das Motto der Bürgerinitiativen im Rosenheimer Land, mit dem sie sich am deutschlandweiten Aktionstag „Bürgerbahn statt Größenwahn“ der ABBD (Aktionsbündnis Bahn Bürgerinitiativen Deutschland) beteiligt haben.
Behindert wurde die Veranstaltung von der Stadt Rosenheim!

Mit ca. 1.000 Interessierten war die Kundgebung der Rosenheimer Bürgerinitiativen (BIs) sehr gut besucht, an der sich auch Politiker aus den Landes-, Bundes- und Europaparlamenten zu Wort meldeten. Vertreter der BIs stellten das Alternativkonzept zur Planung der DB vor. Musikalisch begleitet wurde die Demonstration von den Neurosenheimern. Im Vorfeld funkte die Rosenheimer Stadtverwaltung mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dazwischen.

 

Die Ziele des Brennerdialog Rosenheimer Land e.V.

Wir fordern den Ausbau der bestehende Bahnstrecke von Rosenheim nach Kufstein mit Schallschutz nach Neubaustandard und den Verzicht auf den Bau einer neuen Strecke.

Unsere Ziele sind eine sinnvolle, nachhaltige Verkehrspolitik. Dazu gehört die schnellstmögliche Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene. Die bestehende Bahnstrecke von Rosenheim nach Kufstein hat noch erhebliche Kapazitätsreserven. Darüber hinaus kann der Abschnitt zwischen München und Rosenheim durch die gerade entstehende Ausbaustrecke über Mühldorf wesentlich entlastet werden. Dadurch entsteht in diesem Abschnitt Kapazität für mehr Brennerverkehr.

Wir fordern den Verzicht auf den Bau einer neuen Strecke. Der einzige Grund für den Bau einer neuen Strecke ist die Forderung der Bahn nach einer Geschwindigkeit von 230 km/h. Der dadurch entstehende Nutzen ist aber im Vergleich zu den enormen Kosten verschwindend gering.

Die drei größten Irrtümer

MIT NEUEN TRASSEN WIRD GÜTERVERKEHR NACHHALTIG AUF DIE SCHIENE VERLAGERT ...

Richtig ist, dass ohne Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen die Verlagerung nicht erfolgt. Beispielsweise produziert die niedrige Brennermaut pro Jahr einen vermeidbaren Umwegeverkehr von 800 000 LKWs.

 

DAS WACHSTUM DES GÜTERVERKEHRS KANN OHNE NEUE TRASSEN NICHT BEWÄLTIGT WERDEN …

Richtig ist, dass das vom Statistischen Bundesamt geschätzte Wachstum von jährlich 2,1 % auf der bestehenden Trasse bis 2050 bewältigt werden kann. Es ist unverständlich, dass im Inntal 4 Gleise notwendig sein sollen und in Südtirol 2 Gleise reichen.

 

OHNE NEUE TRASSE VERSCHLECHTERT SICH DER ÖFFENTLICHE PERSONEN-NAHVERKEHR (ÖPNV) …

Richtig ist, dass durch den Neubau die Bestandsstrecke zurückgestuft wird und Investitionen reduziert werden. Für die Neubaustrecke sind keine Bahnhöfe zwischen München und Kufstein geplant.

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Was tun mit der deutschen Bahn?

Brandneues Interview mit Benedikt Weibel, Generaldirektor der Schweizerischen Bundesbahn von 1993 – 2006.

Unsere bisherigen Aktionen:

Wir haben bereits einige erfolgreiche Demonstrationen und Aktionen durchgeführt. In unserer Rubrik „Berichterstattung“ findest du alle Aktionen mit Bildern.

Bürgerinitiativen

Was uns die Vergangenheit lehrt:

0,25 Milliarden – 8,5 Milliarden – 10 Milliarden

Nach den drei Katastrophenprojekten Autobahnmaut, Stuttgart 21 und zweite Stammstrecke München.

Das kann die Politik beim Brenner Nordzulauf besser machen:

10% Steuergelder für 100% Leistung

Und das Beste: viel günstiger – viel schneller!

„Bestand ausbauen – JETZT“

Faktencheck zu Stuttgart 21

Stuttgart 21 ist das größte Großprojekt in Deutschland mit seit Projektvorstellung vervierfachten exorbitanten Kosten von zuletzt 9,15 Mrd. Euro.

Über die Jahrzehnte der Projektplanung und Durchführung sind zahlreiche Schönrechnungen der Kosten dokumentiert. Stuttgart 21 ist darüber hinaus auch das unsinnigste Projekt in Deutschland, da sich mit dem drastischen Rückbau der Bahnhofskapazität sowohl in den Gleis- wie in den Fußgängeranlagen der Nutzen in einen Schaden für die Allgemeinheit verkehrt hatte.

Hochgeschwindigkeitszüge: Brandbeschleuniger in Sachen Klimakrise

„Die Einführung von Hochgeschwindigkeitsverbindungen wird ausnahmslos von der Streichung etwas langsamerer, aber günstigerer Alternativverbindungen begleitet. Dies zwingt die Fahrgäste, das neue und teurere Produkt zu wählen oder die Eisenbahn als Ganzes links liegenzulassen.“ De Decker, K. (2013).

Warum Hochgeschwindigkeitszüge Brandbeschleuniger in Sachen Klimakrise sind, lässt sich im Magazin Low-Tech nachlesen:

Aktuelles

Neues Gutachten bestätigt ausreichende Kapazität der Bestandsstrecke

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Brenner-Nordzulauf beim BR: „Jetzt red i“ live in Rohrdorf – dabei sein und mitreden

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Stellungnahme zum Prüfbericht des Bundesrechnungshofs zur Dauerkrise der Deutschen Bahn

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